Psychotherapie und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie sind Therapiemethoden, die auf den Erkenntnissen von Geistes- und Sozialwissenschaften, vor allem der Anthropologie und der Psychologie beruhen.

Diese Behandlungsformen haben das Ziel, seelische Störungen mit Hilfe von überwiegend verbalen, aber auch körperorientierten Konzepten zu beseitigen.

Zur Anwendung kommen in dieser Praxis neben den durch die Krankenkassen anerkannten und hinsichtlich der Kostenübernahme unproblematischen Behandlungsmethoden wie tiefenpsychologische Psychotherapie (Einzel- u. Gruppenpsychotherapie) und Verhaltenstherapie auch die systemische Therapie für Einzelne, Paare, Familien und Gruppen und Paar- und Familientherapie auf beziehungsanalytischer Grundlage.

Letztere gehören allerdings nicht zu den erstattungspflichtigen Leistungen der Krankenkassen und werden daher von uns als besondere Therapiemöglichkeiten im Rahmen der IGEL - Leistungen angeboten.

Grundlegende Unterschiede zwischen den einzelnen Therapiekonzepten

Tiefenpsychologisch fundiert werden Symptome wie Ängste, Depressionen u.a. als Folge und Ausdruck ungelöster "zentraler Konflikte", als "Bruchstellen" in der Entwicklungsgeschichte des Einzelnen gesehen und vor allem durch Erkennen, "Durcharbeiten" und korrektive emotionale Erfahrungen psychotherapeutisch behandelt.

Verhaltenstherapeutisch betrachtet sind alle Symptome wie auch anderes Verhalten erlernt und es gibt spezifische Auslösereize für das symptomatische, störende Verhalten. Es wird davon ausgegangen, dass Einstellungen und emotionales Verhalten verhaltenstherapeutisch auf lerntheoretischer Grundlage "umgelernt" werden können und dass Krankheitssymptome dabei "gelöscht" werden können.

Systemische (Familien-) Therapie begreift Symptome als Zeichen einer Dysfunktionalität innerhalb eines relevanten Beziehungssystems. Sie sind Signale für eine Blockierung notwendiger und sinnvoller Entwicklung. Veränderte, erweiterte Kommunikation, Erlebensweisen und Handlungsmöglichkeiten der einzelnen Familienmitglieder bringen Wachstumschancen für alle. Systemische Therapie forciert diese Prozesse, die schließlich zum "Aufgeben" der Symtome führen.

Grundsätzlich werden psychotherapeutisch behandelt:

  • neurotische Störungen (z.B. "Panikattacken", Phobien und Angststörungen, Zwänge)
  • Belastungsstörungen (z.B. akute oder chronische Reaktionen nach schweren Belastungen/Traumata)
  • Konversionsstörungen (z.B. psychogene Taubheit)
  • somatoforme Störungen (z.B. "Hypochondrie", "Herzneurose", "Erschöpfungssyndrom")
  • Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen (z.B. "Bulimie", Schlafstörungen und sexuelle Funktionsstörungen)
  • psychische und organische Störungen durch Mißbrauch von abhängigkeitserzeugenden und psychotropen Substanzen wie Medikamenten, Alkohol, Cannabis
  • Persönlichkeitsstörungen
  • psychotische Störungen (z.B. Schizophrenie)
  • suizidale Tendenzen ("Selbstmordgefährdung")


Bei Kinder und Jugendlichen kommen hinzu:

  • Verhaltens- und emotionale Störungen (z.B. Hyperkinetisches Syndrom)
  • Störungen des Sozialverhaltens (z.B. Aggressivität, Ängstlichkeit, Kontaktprobleme)
  • Entwicklungsstörungen (z.B. Lese- und Rechtschreibestörung oder Autismus)
  • Enuresis ("Bettnässen")
  • Enkopresis ("Einkoten")
  • Stottern, Schulversagen- und Schulverweigern
  • Verhaltensauffälligkeiten im Zusammenhang mit Konfliktsituationen in der Familie, bei Trennungen, Veränderungen, Verlusten

Praxisteam


Unsere Sprechzeiten

Neurologie:
Montag 13.00 - 17.00 Uhr
Dienstag bis Freitag 9.00 - 13.00 Uhr

Psychotherapie für Erwachsene, Kinder und Jugendliche sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie:
Montag bis Freitag 8.30 - 13.00 Uhr und 14.00 - 18.30 Uhr

Wir bitten grundsätzlich um eine Terminverein-barung

Parkplatz: Einfahrt Buchforststr.
Straßenbahn: Linie 1 oder 9 bis Kalk-Kapelle
Bus: Linie 159 bis Eythstr. oder Steinmetzstr.